Foxconn erwägt Fabrik ohne Arbeiter in den USA

Written by MXWorker on September 6th, 2010. Posted in Aktuelles, Hardware

New York/Berlin (dpa) – Der weltgrößte Elektronik-Hersteller denkt über vollautomatische Fabriken in den USA nach. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werde der Auftragsfertiger wahrscheinlich Bauteile und komplette Geräte in Amerika produzieren, sagte -Gründer Terry Gou der Finanznachrichtenagentur . «Mit Automatisierung in den USA kann man auch nach China liefern, die Kosten wären immer noch konkurrenzfähig», sagte Gou.

Der taiwanesische Foxconn-Konzern produziert in China für die Großen der Tech-Branche wie AppleDell oder Nokia. Das Unternehmen hat mehr als 900 000 Beschäftigte und kündigte vor kurzen an, bis zu 400 000 weitere einstellen zu wollen.

In diesem Jahr stand Foxconn unter heftiger Kritik, nachdem sich mehr als zehn Arbeiter in seinem Werk in Shenzhen das Leben genommen hatten. Nach den Selbstmorden wurden die Löhne zum Teil verdoppelt. Zeitweise brachte das Management Sicherheitsnetze an, die Arbeiter vom Sprung in den Tod abhalten sollten.

Der 59-jährige Gou sagte dem «», er fühle sich zwar schuldig wegen der Selbstmorde – die Kritik an seinem Unternehmen sei aber größtenteils unfair gewesen. «Das ist kein Ausbeuterbetrieb. Ich bin stolz, das sagen zu können.» Foxconn waren nach den Todesfällen zu harte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne und ein «militärischer» Managementstil vorgeworfen worden. Dem Geschäft von Foxconn habe die Diskussion nicht geschadet, betonte Gou. «Wenn alle denken würden, Foxconn sei böse, würden sie uns keine Aufträge mehr geben und sie würden nicht zu uns arbeiten kommen.»

Gou hatte die Firma 1974 als Hersteller von Plastik-Knöpfen für Fernsehgeräte gegründet, inzwischen übersteigt der Umsatz von Foxconn das Geschäftsvolumen vieler seiner Kunden. Das Wachstumstempo der vergangenen Jahre lasse sich jetzt aber nicht mehr durchhalten, sagte Gou. «Bisher war das Ziel, jährlich um 30 Prozent zu wachsen. Jetzt sind wir zu groß dafür.» Deshalb peile er jetzt ein jährliches Umsatzplus von 15 Prozent an. Bei Übernahmen wolle Foxconn genauer aufs Geld schauen, plane aber Vorstöße in Bereiche wie Biotechnologie, Nanotechnik und Medien.

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Letzte Kommentare

  • mho-codus

    9. Juli 2011 |

    salut,
    ich hab's mir ja gekauft und schon ne weile im gebrauch – extremstens zufrieden. der sd-card bug soll ja mit 3.1 behoben werden und dann passt das. 3g läuft, wlan läuft … und wesentlich anpassbarer als die ipads. das acer iconia hab ich btw. wieder zurück gegeben, das ist aus meiner sicht nur als serviertablett nutzbar.

  • Maik

    2. Juni 2011 |

    Abgesehen vom typischen Mac- oder Win-bashing ist das mal ein sehr informativer und sachlicher Artikel – sehr löblich.

  • MXWorker

    14. Mai 2011 |

    Netter Versuch. Aber wenn Du Links tauschen willst, dann schreib mich an und poste hier nicht sinnlose Kommentare nur um Deine SPAM Seiten unterzubringen.

  • Karl

    13. Mai 2011 |

    Wirklich Super! Gefällt mir wirklich wirklich außerordentlich gut!! Wo is denn der Facebook-Like-Button?

  • MXWorker

    15. Februar 2011 |

    @appeljünger

    …fantasielos ist jetzt aber wirklich hart. So schlau wie Microsoft muss man erstmal sein. Stephen Elop als Trojanisches Pferd bei NOKIA einzuschleusen War schon Clever. Damit wird Microsoft mit einem Schlag zum Marktführer. Siehe Beitrag auf http://www.mxworker.com/nokia-android-microsoft

    Nichtsdestotrotz zeigt es das es Microsoft nicht aus eignere Kraft schafft irgendwas auf die beine zu stellen. Naja und Nokia selber hat den Anschluss einfach verpennt.

Besonders wertvoll

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ppleJünger - Das Windows Bunny fest im Griff